Lina Tiskens

Yoga begleitet mich schon seit einiger Zeit – sowohl auf der Matte als auch im Alltag. Ursprünglich suchte ich nach einer Möglichkeit, mich unabhängig von einem festen Ort bewegen zu können, da ich aus dem Tanz komme. Doch dann entdeckte ich Yoga: Es eröffnete mir einen Raum, in dem ich lernen konnte, meinen Körper wieder bewusster wahrzunehmen und nicht ständig Leistung erbringen zu müssen. Gerade in einem Alltag, der oft von Hektik, Erwartungen und permanentem Funktionieren geprägt ist, habe ich erfahren, wie wertvoll es sein kann, innezuhalten und bewusst bei sich zu sein.

Diese Erfahrung möchte ich gerne mit anderen teilen. Deshalb ist es mir wichtig, Yoga nicht als eine weitere Aufgabe auf der To-do-Liste zu vermitteln, sondern als Einladung: zum Ankommen, Spüren und Loslassen. Denn Yoga ist für mich weit mehr als eine rein körperliche Praxis.

Als Psychologin und Yoga-Lehrerin fasziniert mich besonders die Verbindung von Körper und Psyche. Yoga schafft Raum, den eigenen Körper und die eigene Innenwelt bewusster wahrzunehmen und wieder miteinander in Verbindung zu bringen. Durch Bewegung, Atmung und Momente der Ruhe können wir lernen, innezuhalten, unsere Bedürfnisse wahrzunehmen und uns selbst mit mehr Geduld, Akzeptanz und Freundlichkeit zu begegnen.

In meinen Stunden geht es daher weniger darum, wie eine Position „aussehen“ soll, sondern vielmehr darum, wie sie sich für dich anfühlt. Ich möchte einen Raum schaffen, in dem du nichts beweisen musst und in dem genau das Platz haben darf, was du gerade mitbringst.